Unser Honigjahr 2026
Schön, dass du hier bist!
Wenn du den QR-Code auf unserem Honigglas gescannt hast und auf dieser Seite gelandet bist, dann freuen wir uns riesig, dass unser Glas Honig den Weg zu dir gefunden hat.
Und für alle Lesefreudigen lassen wir – wie jedes Jahr – unser Bienenjahr 2026 noch einmal kurz Revue passieren.
2026 war bereits unser drittes Bienenjahr – und mit Abstand das anstrengendste. Damit bloß keine Routine aufkommt, haben wir uns nämlich für eine neue Betriebsweise entschieden und sind nicht wie bisher mit zwei Wirtschaftsvölkern sondern dieses Jahr mit vier Wirtschaftsvölkern gestartet. Mehr Bienen, mehr Arbeit – aber auch mehr Erfahrungen und mehr Honig.
Und genau darüber haben wir uns besonders gefreut: Wir konnten in diesem Jahr gleich zweimal Honig schleudern. Dabei sind sogar zwei Honige mit leicht unterschiedlichem Geschmack entstanden. Faszinierend, wie unterschiedlich ein Sommer schmecken kann. Insgesamt haben wir rund 100 Kilogramm Honig geerntet. Wer das alles essen soll? Na, hoffentlich ihr!
An unserem Standort hat sich nichts geändert: Unsere Bienen stehen weiterhin beim Biogärtner Witt. An dieser Stelle gehen ganz liebe Grüße und vor allem ein riesiges Dankeschön raus! Wir bekommen dort unglaublich viel Unterstützung – und nichts ist praktischer als ein Erntewagen, wenn man Honigräume durch die Gegend schieben muss. Zum Glück mussten wir auch in diesem Jahr noch keine Asiatische Hornisse an unseren Völkern entdecken. Sie macht den Bienen in vielen Regionen das Leben schwer. Umso glücklicher sind wir, dass unsere Bienenvölker nun schon die dritte Saison in Folge ein sicheres Plätzchen haben.
Einer unserer aufregendsten Momente war wohl unser erster Bienenschwarm – und das auch noch in schwindelerregender Höhe. Passend zur Mittagspause erreichte uns ein Anruf: Rund um unseren Bienenstand herrsche plötzlich ohrenbetäubender Lärm, und unzählige Bienen seien in der Luft. Unsere Mittagspause war damit schlagartig beendet und verwandelte sich in eine spontane Einfangaktion. Was zunächst nach einer schnellen Rettungsaktion klang, entwickelte sich jedoch zu einer echten Geduldsprobe. Ganze zweieinhalb Stunden brauchten wir, um unseren Bienenschwarm in luftiger Höhe wieder einzufangen. Vermutlich wäre es deutlich schneller gegangen, wenn ich nicht den Fehler gemacht hätte, die Königin – kaum hatte ich sie entdeckt – ganz naiv mit der Hand fangen zu wollen. Dabei hatte ich völlig vergessen, dass sie nach ihrer „Diät“ vor dem Schwärmen wieder flugfähig ist. Kaum hatte ich sie fast in der Hand, machte sie sich kurzerhand erneut auf den Weg – und wir durften die Suche von vorne beginnen.



Unser Bienenstich-Zähler 2026 ist dieses Jahr auf 5 Stiche gekommen. Angeblich gewöhnt man sich irgendwann an den Schmerz. Wir warten noch darauf. Vielleicht wird's ja besser in Bienenjahr Nummer vier.
Auch dieses Jahr schicken wir wieder eine Honigprobe ins Labor, um herauszufinden, welche Blüten unsere Bienen am häufigsten angeflogen haben. Im letzten Jahr waren vor allem Brombeere und Edelkastanie vertreten. Wir sind gespannt, wie die Auswertung dieses Jahr ausfällt.
Aber am Ende zählt vor allem eins: Der Honig muss schmecken! Wir hoffen, er schmeckt euch genauso gut wie uns und bereitet euch viel Freude.
Jara & Patrick